Unsere erfolgreiche Online-Veranstaltung am 26. März hat deutlich gemacht: Die Debatte über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche ist weit mehr als eine politische Regulierungsfrage. Sie betrifft ganz konkret psychische Gesundheit, Erziehung und gesellschaftliche Verantwortung.

Im Gespräch mit der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Svenja Schulz wurde sichtbar, wie sehr soziale Medien inzwischen den Praxisalltag prägen. Problematische Nutzung bis hin zu suchtähnlichem Verhalten ist ein immer häufigeres Thema in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Hinweise darauf sind etwa, wenn Schule, Hobbys und Freundschaften vernachlässigt werden.

Besonders alarmierend:

In der therapeutischen Arbeit zeigen sich immer öfter Zusammenhänge zwischen Social Media und Depressionen, Ängsten, Zwangssymptomen und Traumafolgen. Kinder lernen „am Modell “ – und orientieren sich dabei auch an problematischen Verhaltensweisen von Erwachsenen.

Im Gehirn läuft das oft so: Inhalte, die das Glückshormon Dopamin ausschütten, binden Aufmerksamkeit. Es fällt dann schwer, das Handy aus der Hand zu legen.

Aus der Praxis wurde zudem berichtet, dass bereits Grundschulkinder morgens ĂĽbermĂĽdet sind, weil sie nachts aufs Handy schauen.

Gleichzeitig wissen Eltern oft nicht, was Kinder tatsächlich gesehen oder gelesen haben. Viele verschweigen belastende Inhalte aus Angst, dass ihnen das Smartphone weggenommen wird. 💬

Unser Fazit als agora future – Gesellschaft für Cyberethik: Weder Verharmlosung noch pauschale Verbote reichen aus. Es braucht Aufklärung, Beziehung, Orientierung und ethische Leitplanken, die Kinder wirklich schützen.

 

Credits: agora future – das Bild wurde unter Einsatz von KI erstellt